Das Disaster der SPD und anderer Volksparteien

Annegret Kramp-Karrenbauer denkt über Meinungsfreiheit nach, Andrea Nahles zieht geschwind eine Strategie aus der Tasche wie sie Kritiker und Konkurenten nach dem Debakel ausmanövrieren will. Was ist das Gemeinsame?

Beide haben keine Vorstellung davon warum ihre Parteien so von den Wählern abgestraft werden. In ihrer Welt kommt das, was den Youtube-Blogger bewegt nicht vor. Die Schüler die für einen Wandel in der Klimapolitik freitags demonstrieren sind für sie nur Modeerscheinung die man nicht beachten muss weil sie vergänglich ist. Dass der SPD-Altkanzler Gerhard Schröder nun auch sein Hallali zur Jagt auf Andrea Nahles absondert und scheinbar auch Gehör bei den Genossinnen und Genossen findet spricht nicht für einen guten Zustand der Sozialdemokratie. Was AKK noch nicht weiß, ist das ohne Angela Merkel auch die CDU im gleichen Chaos versinken wird und sie keinem der Flügel und schon gar nicht der „Schwesterpartei“ gewachsen ist.

Es ist vor allem die Riege verdienter Funktionäre und Mandatsträger die beide brauchen. Aber die sind nicht wirklich loyal. Die einzige Loyalität die dort wichtig ist die, zu denen, die dem eigenen „Fortkommen“ nützen. Dieser bürokratische Apperat ist es der jeden wirklichen Wandel, jedes ernsthafte Nachdenken und Diskussion erstickt.

Keine der so genannten Volksparteien war in der Lage den Wählern zu erklären für welches Europa sie stehen. Platitueden vom sozialen und gerechten Europa können ebenso wenig überzeuegen wie plakative und inhaltsleere Sprüche „Wir sind Europa“ oder „Unser Europa“.

Wohlgemerkt keiner der beiden Personen ist eine persönliche Schuld oder ein Versagen vor zu werfen. Andrea Nahles hat sich ebenso wie Annegret Kramp-Karrenbauer durch den Aperat ihrer Partei nach oben gearbeitet. Dabei haben sie wahrscheinlich noch nicht eimal selbst bemerkt wie sehr sie Ideale und eigene Vorstellungen von dieser Gesellschaft immer mehr ihren persönlichen Zielen unter geordnet haben.

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